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Test the social media

Wenn eine soziale Bewegung die breite Öffentlichkeit sucht, dann braucht sie auch die klassischen Medien, denn nicht alle Bevölkerungsschichten sind über Social Media erreichbar. Dafür muss eine Bewegung wissen, wie die klassischen Medien funktionieren und nach welchen Regeln Journalist_innen arbeiten. Grundsätzlich beziehen Journalist_innen Informationen über Neuigkeiten und Ereignisse von überall her. Die klassischen Quellen, aus denen sie von Ereignissen erfahren, sind Presseaussendungen und Nachrichtenagenturen, wobei bei Nachrichtenagenturen auch Journalist_innen arbeiten, die im Prinzip nach den gleichen Regeln vorgehen wie Journalist_innen bei Medien. Aus der Sicht von Aktivist_innen sind Nachrichtenagenturen also erste Adressatinnen ihrer Informationstätigkeit. Eine weitere wichtige Quelle für Journalist_innen sind direkte Kontakte zu handelnden Personen, Zeugen/Zeuginnen oder Mitwisser_innen von Ereignissen.

Be the TV media

Der Vermittlungsweg Video dient in Zeiten der zeitnahen und medialen Kommunikation als wichtiges und am leichtesten konsumierbares Medium der Informationsvermittlung. Während die Produktion von professionellen "fernsehtauglichen" Berichten viel Know-how und Vorbereitung benötigt und sich auch die Nachbearbeitung arbeitsintensiv gestaltet, sind Videoclips relativ einfach, schnell und mit wenig Aufwand aus Mobiltelefonen oder der eigenen Digicam zu zaubern. Die notwendigen Schritte zur Verbreitung selbstgemachter Videos sind heutzutage so niedrigschwellig, dass wir alle von nahezu überall aus tätig werden können. Die Selbstverständlichkeit, mit der viele von uns das bereits tun, verdanken wir der fortschreitenden Medialisierung unserer Welt und einer damit einhergehenden breiten Medienaffinität.

Starter-Kit für alles was es braucht

Warum mit Social Media anfangen und wie? Unabhängig davon ob ein Protest, eine Bewegung, eine Kampagne spontan oder geplant entsteht, ob eine zivilgesellschaftliche Organisation auf ehrenamtliches Engagement angewiesen ist oder sich professionelle NGO-Arbeit leisten kann: eigentlich immer ist es unerlässlich, schnell und flexibel Informationen mit den Teilnehmern oder Mitgliedern und mit der Öffentlichkeit austauschen zu können. Das Social Web bietet eine Vielzahl an Tools und Möglichkeiten für diesen Zweck. Doch bevor man anfängt wahllos Informationsfragmente zu verbreiten, sollte man sich über die aktuelle Situation bewusst werden und dann beginnen, ein unabhängiges Informationsnetzwerk aufzubauen. Und bevor du mit dem Fundament deiner Social Media Architektur loslegst, lass uns einige Erfolgsfaktoren für das Auftreten im Social Web zusammenfassen.

Neulich am Kanal

Informationen haben die eigenartige Angewohnheit, dort zusammenzulaufen, wo sie ausgetauscht und wieder weitergeleitet werden. Durch das automatische Zusammenlaufen der Informationen entsteht ein Medium, ein Umschlagplatz für Informationen, ein Sendeplatz, der gleichzeitig Empfänger ist. Wer über Informationen als "Tauschmittel" verfügt, kann dafür andere Informationen erhalten. Den Wert der hereinkommenden Information tauscht das Medium zumindest teilweise gegen den Wert der Weiterverbreitungsleistung. «Ein Medium bekommt Informationen, weil es Informationen hergibt, verteilt, weiterleitet.» In unserem Informationszeitalter ist es aufgrund der vielen, immer zugänglicher werdenden technischen Verbreitungskanäle auch für die Einzelne und den Einzelnen kein Problem mehr, selbst als Medium zu fungieren. Mit Internetzugang und Mobiltelefon bist du dabei. Als politisch aktive Person bist du fast unweigerlich als Informationstauschende_r und als Medium tätig, und du kannst alleine oder im Team diese Dimension deines Tuns weiterentwickeln. Stellt sich die Frage, was dich als Informationsbroker_in und Medium erfolgreich macht und was nicht.

Datenschutz und Datensicherheit

Die eigenen Daten zu schützen heißt, die Daten und Dokumente, die am eigenen Rechner gespeichert werden, unbefugten Zugriffen zu entziehen. Die eigenen Daten zu schützen heißt weiters, die in Wort und Bild übertragen werden, unbefugten Zugriffen zu entziehen. Und es heißt auch, sich gegen das ausufernde Datensammeln im Netz zu wehren, das nur für einige wenige Monopole lukrative Betätigungsfelder bietet. Kommunikation gegen unbefugten Zugriff zu schützen, Daten- und Dokumentenschutz sind weit weniger kompliziert als oft vermutet wird. Praktischer Datenschutz im Alltag ist nicht «Geeks und Nerds» mit hochspeziellem Fachwissen vorbehalten. Daher soll gezeigt werden, dass sorgsamer Datenschutz und sicheres Kommunizieren keinesfalls ein 24 Stunden Fulltime-Job ist, sondern dass wir alle selbst tätig werden können, ohne uns deswegen zu Fachleuten für IT-Sicherheit weiterbilden zu müssen. Die eigenen Daten zu schützen heißt letztlich, nicht nur für uns selbst auf Datensicherheit zu achten, sondern auch für andere Personen und Gersonengruppen, deren Daten uns anvertraut sind.

Manuals

Das Kapitel der Manuals ist in drei Abschnitte mit jeweils vier Anleitungen gegliedert und spannt den Bogen vom Aufbau eigener Informationsarchitekturen über das Bespielen mit eigenen Inhalten bis hin zum verantwortungsvollen Management der aufgebauten Strukturen.