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Starter-Kit für alles was es braucht

Warum mit Social Media anfangen und wie? Unabhängig davon ob ein Protest, eine Bewegung, eine Kampagne spontan oder geplant entsteht, ob eine zivilgesellschaftliche Organisation auf ehrenamtliches Engagement angewiesen ist oder sich professionelle NGO-Arbeit leisten kann: eigentlich immer ist es unerlässlich, schnell und flexibel Informationen mit den Teilnehmern oder Mitgliedern und mit der Öffentlichkeit austauschen zu können. Das Social Web bietet eine Vielzahl an Tools und Möglichkeiten für diesen Zweck. Doch bevor man anfängt wahllos Informationsfragmente zu verbreiten, sollte man sich über die aktuelle Situation bewusst werden und dann beginnen, ein unabhängiges Informationsnetzwerk aufzubauen. Und bevor du mit dem Fundament deiner Social Media Architektur loslegst, lass uns einige Erfolgsfaktoren für das Auftreten im Social Web zusammenfassen.

Neulich am Kanal

Informationen haben die eigenartige Angewohnheit, dort zusammenzulaufen, wo sie ausgetauscht und wieder weitergeleitet werden. Durch das automatische Zusammenlaufen der Informationen entsteht ein Medium, ein Umschlagplatz für Informationen, ein Sendeplatz, der gleichzeitig Empfänger ist. Wer über Informationen als "Tauschmittel" verfügt, kann dafür andere Informationen erhalten. Den Wert der hereinkommenden Information tauscht das Medium zumindest teilweise gegen den Wert der Weiterverbreitungsleistung. «Ein Medium bekommt Informationen, weil es Informationen hergibt, verteilt, weiterleitet.» In unserem Informationszeitalter ist es aufgrund der vielen, immer zugänglicher werdenden technischen Verbreitungskanäle auch für die Einzelne und den Einzelnen kein Problem mehr, selbst als Medium zu fungieren. Mit Internetzugang und Mobiltelefon bist du dabei. Als politisch aktive Person bist du fast unweigerlich als Informationstauschende_r und als Medium tätig, und du kannst alleine oder im Team diese Dimension deines Tuns weiterentwickeln. Stellt sich die Frage, was dich als Informationsbroker_in und Medium erfolgreich macht und was nicht.

We’ve got you under your skin

Die Möglichkeit, die uns das World Wide Web bietet, relativ unabhängig von Raum und Zeit mit anderen nah und fern, uns bekannt oder unbekannt zu kommunizieren, ist vorbehaltlos wunderbar. Gleichzeit ist das mit dem Kommunizieren auch wieder eine ambivalente Geschichte im und via dem Internet. Aus zwanglosen Unterhaltungen erwachsen unbekannte Verehrer_innen, weil da so viel Raum für Phantasie ist. Aus dem einen oder anderen Kommentar entsteht ein hitziger Schlagabtausch, der in Beleidigungen mündet, weil wir ohne Mimik und Gestik unsere Gegenüber leichter missverstehen. Ein Scherz wird zwar von (fast) allen als solcher verstanden, gerät aber doch bei jemanden in die falsche Kehle, den wir im erweiterten Bekanntenkreis haben. Und dann sind da manchmal Leute, die nur vorgeben Gespräche führen zu wollen. Im Netz gilt daher ähnlich wie im so genannten Real Life, dass wir Grenzen setzen sollten.